Davul

arab. Tabla beledi

Die beidseitig bespannte Trommel ist im gesamten orientalischen Raum bis hin nach Afrika verbreitet.

Andere Namen

Region

Name

 

Osteuropa

Tupan

 

Afrika

Blekete

 

Griechenland

Dauli

 

Russland

Tumyr

  Türkei Davul, Tuğ, Tavul" Köbürge, Küvrüg, Tuvıl oder Tabl

Die Davul hat einen runden Korpus (türkisch "Kasnak"), den man sich wie eine Rolle vorstellen kann. Es gibt sie in verschiedenen Durchmessern und Breiten. Der Korpus ist meist aus gebogenem Holz und beidseitig mit Fellen gespannt. Man trägt sie mit einem Gurt über der Schulter. Die Rechtshänder schlagen  mit einem Holzschlegel (türkisch "Tokmak") in der rechten Hand das tiefere Fell, also die Bassseite, und mit einer Gerte (türkisch "Çubuk") die linke Seite. Die Gerte ist länger und dünner als der Schlegel.

Die türkischen Janitscharen brachten die Trommel in den europäischen Raum. Die Türken benutzen sie außer zur Musik auch zum Aufrufen von Warnungen und Botschaften. Die Davul stellte auch das wichtigste Instrument der Schamanen dar. Sie wurde in der türkischen Tradition bei Feierlichkeiten und Wettbewerben eingesetzt.

Häufig hört man zusammen mit der Davul Doppelrohrblattflöten, wie in der modernen Mittelaltermusik die Schalmeien oder Dudelsäcke, oder in der Türkei mit der Zurna.

Darbuka

auch Derbouka oder Darbouka

Andere Namen

Region

Name

 

Türkei

Dümbelek

 

Iran, Persien

Dombek; Dombak, Doumbek

  Ägypten Tabla

Die Darbuka ist eine arabische Trommel. Sie ist kelchförmig und traditionell aus Ton gefertigt und mit einem Ziegenfell oder einer Fischhaut bespannt. Je nach Herkunftsland ist sie in der Form gering abweichend und in der Bespannung der Felle unterschiedlich. Moderne Trommeln sind manchmal auch aus Metall, häufiger jedoch aus Ton, und mit Kunststoff bespannt. Die Kunststofffelle erzeugen wesentlich hellere und lautere Töne. Die Rechtshänder klemmen sie sich im Stehen unter den linken Arm oder legen sie im Schneidersitz sitzend über den linken Oberschenkel.

Die beiden Grundschläge, die man auf der Darbuka spielen kann, sind das DUM und das TEK. Das Dum ist der Basston. Er wird in der Mitte des Fells mit der flachen Hand geschlagen. Das TEK (oder TAK/ TAKA) ist ein hoher Ton, der erzeugt wird, indem man mit den Fingern auf den Rand der Trommel schlägt. Viele Varianten an Zwischenschlägen, Fingerschnippen auf das Fell oder Streichen der Trommel machen das Spiel lebendig und abwechslungsreich.

Die Doholla wird häufig auch für eine Tabla bzw. Darbuka gehalten, da sie die selbe Form hat. Sie ist aber größer und schwerer und meist weicher bespannt, als ihre kleine Schwester.

Duff

Auch Daff, Deff oder Doff.

Die Duff ist eine Rahmentrommel. Meist besteht sie aus einem Holzring, der mit einem einem Ziegen- oder Schaffell bespannt ist. In einigen Regionen sind kleine Metallringe(bspw. Iran) am Rahmen befestigt. Anderswo findet man große Schellenpaare in den Holzring eingelassen.

Die Duff gehört wie die Davul zu den Basstromeln. Auf ihren tiefen durchdringenden Klang geht vielleicht auch ihre bedeutsame Vewendung für die religiöse Musik, bspw.  im Schamanismus, bei den Sufi-Mystikern und den Zaar-Zeremonien zurück.

Bendir

In der keltischen Musik bekannt als Bodhran.

Das Bendir ist eine Rahmentrommel, die meist mir einem Ziegen- oder Eselfell bespannt ist. Im Vergleich zur Duff, hat sie meist eine oder mehrere Saiten auf der im Holzrahmen innenliegenden Fellseite. Diese schnarren beim Spielen und ergeben einen für die Musik aus dem nordafrikanischen Raum (Maghreb-Staaten) typischen Sound.

Reqq

Auch Riqq oder Tamburin.

Das Reqq ist eine Rahmentrommel mit Schellenkranz. Es besteht aus einem harten Holzrahmen und fünf Schellen-(Zagats)paaren. In den meisten Regionen des Orients ist es mit Fischhaut bespannt. Man spielt sowohl das Fell, als auch die Schellen. Nur im persischen Raum wird das Reqq auch als Solointrsumnet verwendet. In der westlichen Welt und auf dem Balkan werden von den Tamburinen nur die Schellen geschlagen, das Fell nicht.

Zimbeln, Zagats, Cymbals

Die Zimbeln sind Schellenpaare, die an Daumen und Mittelfinger befestigt werden. Sie sind beliebtes Utensil für Tribal- und Orientaltänzerinnen. Meistens schlägt die Tänzerin einen Dreierschlag (rechts links rechts) oder begleitet wie mit einer Trommel die Musik. Durch Schlagen der einen Zimbel in den Holkörper der anderen, das schnelle oder langsame Öffnen und das gecshlossen Halten der Zimbeln nach dem Schlag enstehen unwahrscheinlich viel (Klang-)Variationen.

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